YogalehrerIn - eine Ausbildung für's Leben!


YogalehrerInnen hier, Yogalehrer dort; Ausbildungen so weit das Auge reicht... wofür soll man (oder frau) sich nur entscheiden?

Es scheint zu boomen, die Vielfältigkeit einer Yogalehrerausbildung und die Möglichkeiten, die dadurch entstehen, werden in der heutigen Gesellschaft immer attraktiver - der Trend geht ganz deutlich Richtung Wellness, Gesundheit, Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Ausgleich etc.; und gerne springen sowohl Suchende, Leidenschaftler, als auch Medien und schon langsam die Wirtschaft auf diesen fahrenden Zug... SUPER - je mehr Yoga, umso besser: die Spreu trennt sich ohnehin vom Weizen.

Ich möchte eher das Thema "Was bringt mir eine Ausbildung zur/m YogalehrerIn, wo ist mein Benefit?" aufgreifen und meinen Weg, meine Erfahrungen und meine Schätze schildern, sodass mein Funke hoffentlich an viele weitere (vl schon bald) Yogaherzen übergeht und evtl. manche neugierig werden, auf den Geschmack kommen sich näher damit auseinandersetzen.

Ich habe vor ungefähr zwei Jahren meine erste Ausbildung zur AyurvedaYoga-Trainerin begonnen - damals hatte ich nicht recht viel im Sinn; ich wusste "nur", dass ich mehr über Yoga erfahren will und machte diese Ausbildung vorerst für meine eigene Weiterentwicklung, Selbsterfahrung.

Recht schnell entpuppte sich dieser Gedanke als überaus gewinnbringend für meinen weiteren Werdegang sowohl als Yogaübende, als auch als Menschin.

Ich machte vorher schon regelmäßig Yoga, betrieb dies aber eher als Hobby und Ergänzung neben dem Sport - ich stellte fest, dass sich der Trainingseffekt mit diesem Plus steigerte, mein allgemeines Wohlbefinden deutlich zunahm und ich, als impulsive Person, ruhiger und stabiler wurde.

Jedenfalls war die Zeit gekommen, dass sich mein Denken, meine Einstellung zu Yoga drastisch änderte - die Sessions und die ganze Thematik bekamen für mich einen gänzlich neuen Gesichtspunkt: ich begriff, dass ich ab nun ein Werkzeug in die Hände gereicht bekomme, mit dem ich mich heilen, verändern und auf jeder Ebene - immer ein Stückchen mehr - verstehen kann. Dies stellte für mich einen enormen Reiz dar, da ich es liebe meine Verantwortung über alles, was mich betrifft, zu übernehmen, mich kennenzulernen, so wie ICH wirklich bin (nicht, wozu mich das Leben gemacht hat) und diese Erkenntnisse für meine weiteren Schritte zu nutzen. Das individuelle Selbst nennen wir im Yoga "Jivatman" = im Körper wohnendes inneres Selbst, die an den Kreislauf der Wiedergeburt gebundene Individualseele.

Doch was bedeutet Eigenverantwortlichkeit für mich?

Konkret geht es hier darum zu erkennen, wer ich jetzt bin, wie ich denke, was ich fühle, wie ich (re)agiere, wie ich auf Einflüsse von Außen handle, denke, fühle, was meine damit verbundenen Glaubenssätze und Muster sind. Dies geschieht - ganz simpel - durch den bewussten Umgang mit dem Atem, denn dieser ist das Tor vom handelnden zum erkennenden Geist. Und wenn eine tiefe Form des Verständnisses da ist, kann auch eine ebenso tiefe Form der Heilung, der Veränderung und Transformation durch unsere fünf Koshas (Schichten) stattfinden. Diese ermöglicht es uns aus lang verjährten Mustern auszubrechen, abzulegen, was nicht mehr passt und zu adaptieren, was notwendig ist, um unsere Puzzleteile zusammenzusammeln und dieses zu einem gesunden, stabilen und ausgeglichenen, selbst-bewussten DaSein zu bauen - ein nicht beschreibbares Gefühl von Individualität, Verwurzelung und gleichzeitiger Freiheit im Denken und Handeln stellt sich ein. Das Endprodukt dessen nennt sich Authentizität.

In diesem Schritt erkannte ich den persönlichen Wert des Yoga für mich genauer, baute diesen stärker in meinen Alltag ein und im Laufe dieser Zeit wurde es ein fixer Bestandteil meines Lebens, was es bis heute ist.

Seitdem beginne ich (fast) jeden Tag mit einer Yogasession, ein paar Übungen oder zumindest einem Mantra, das mich den Tag in einer vollkommen anderen Energie starten lässt, welche sich tagsüber hält und die Qualität dessen um einiges hebt.

Der Side-Effect der Ausbildung war, dass sich durch wachsende Bewusstheit mein Leben umkrämpelte - ich begann Dinge anders zu sehen, anders zu handeln, mich anders zu verhalten und erkannte i