Liebe...


„Es ist Unsinn - sagt die Vernunft. Es ist was es ist - sagt die Liebe. Es ist Unglück - sagt die Berechnung. Es ist nichts als Schmerz - sagt die Angst. Es ist aussichtslos - sagt die Einsicht. Es ist was es ist - sagt die Liebe. Es ist lächerlich - sagt der Stolz. Es ist leichtsinnig - sagt die Vorsicht. Es ist unmöglich - sagt die Erfahrung. Es ist was es ist - sagt die Liebe.“

Erich Fried

fantilove

Schon in der Schule mein Lieblingsgedicht..... mhhhh

doch worum geht's da, worum geht's in der Liebe?

Ein kleiner Ausflug in meine Sichtweise dazu... grundsätzlich für mich geschrieben, und alle Liebewesen, die sich davon auch etwas mitnehmen können.

Grundsätzlich ein Gefühl der Verbundenheit.... der Zuneigung und des Mögens... Verbundenheit kann auch empfunden werden, wenn sich Bedürfnisse, Wünsche, Lebenskonzepte, Werte, Interessen überschneiden. Auch gemeinsame Zeit und Erlebnisse können zwei Seelen miteinander verbinden. Sich irgendwie zu treffen, auf "einer Wellenlänge" zu sein, gemeinsam oder gleich bzw ähnlich zu "schwingen" schafft Verbundenheit.

Rein evolutionsbiologisch war Liebe eine Strategie eine Rasse oder Gruppe fortbestehen zu lassen.

Die Liebe ist ein göttliches Geschenk.... solange wir sie fühlen und leben, bleiben und sind wir mit dem Höchsten verbunden.

Wie oft empfinden wir sie als Unsinn, Unglück, aussichtslos etc., wie es das Gedicht beschreibt. Doch tatsächlich ist die Liebe all das gleichzeitig, und doch nichts, da sie alles ist. Was vorerst kontrovers klingt ist so rein in seiner Bedeutung..

Wahre Liebe lässt alles sein, bewertet nicht zwischen gut und schlecht, wahre Liebe schließt ein und niemals aus - sie strebt nach Einheit - so individuell wir als Wassertropfen sind, so einheitlich verschmelzen wir doch irgendwann in einer Quantensuppe, dem Meer.

Diese ist unser Ursprung: selbst wenn wir unsere Wege neu erkunden oder Aggregatzustände verändern, kommen und gehen wir irgendwann wieder in's Meer zurück und sind somit immerwährender Teil dieses.

Diese Einheit zu erfahren bedeutet die bedingungslose Liebe zu erkennen, hinter allem was ist, allem was wird und allem was war. So lautet auch die Definiton von Liebe nach dem Yoga Vedanta, dem vedischen Philosophie, Lebens und Glaubenssystem der Yogis.

Leicht gesagt... auch getan? Jederzeit, wenn DU willst :)

Wir alle suchen sie - die Liebe. Zahlreiche Songs, Gedichte, Filme, Romane und Geschichten handeln von ihr - was uns alleine schon zeigt und beschreibt, wie komplex dieses Thema in ihrer Einfachheit ist. Was wir verstehen müssen ist, dass wir aus dieser Einheit kommen, dem Meer, der Quantensuppe. Dort wo wir herkommen war und ist alles eins, gelandet in Mamas Bauch und auf dieser Erde beginnt die Reise durch die Dualität.

Auf dieser gibt es so viele scheinbar kleinere, scheinbar größere Hindernisse. Oftmals verwechseln wir wahre Liebe aus unserer tiefen Sehnsucht heraus mit Abhängigkeitsbeziehungen und Verbindungen, die uns mehr schaden, als dass sie uns guttun, Süchten (die viele Gesichter annehmen), Geld, Karriere und anderen Besitztümern, die uns kurzzeitige Befriedigung schenken. Tatsächlich stellt diese Sehnsucht sowohl unseren größten Antrieb, als auch unseren größten blinden Fleck dar.

Solang wir uns diesem nicht bewusst sind, akzeptieren wir so vieles, damit sich die Leere als täuschend echt gefüllt anfühlt. Doch komischerweise bleibt immer eine Stimm