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YogalehrerIn - eine Ausbildung für's Leben!

March 29, 2017

YogalehrerInnen hier, Yogalehrer dort; Ausbildungen so weit das Auge reicht... wofür soll man (oder frau) sich nur entscheiden?

Es scheint zu boomen, die Vielfältigkeit einer Yogalehrerausbildung und die Möglichkeiten, die dadurch entstehen, werden in der heutigen Gesellschaft immer attraktiver - der Trend geht ganz deutlich Richtung Wellness, Gesundheit, Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Ausgleich etc.; und gerne springen sowohl Suchende, Leidenschaftler, als auch Medien und schon langsam die Wirtschaft auf diesen fahrenden Zug... SUPER - je mehr Yoga, umso besser: die Spreu trennt sich ohnehin vom Weizen.

 

Ich möchte eher das Thema "Was bringt mir eine Ausbildung zur/m YogalehrerIn, wo ist mein Benefit?" aufgreifen und meinen Weg, meine Erfahrungen und meine Schätze schildern, sodass mein Funke hoffentlich an viele weitere (vl schon bald) Yogaherzen übergeht und evtl. manche neugierig werden, auf den Geschmack kommen sich näher damit auseinandersetzen.

 

Ich habe vor ungefähr zwei Jahren meine erste Ausbildung zur AyurvedaYoga-Trainerin begonnen - damals hatte ich nicht recht viel im Sinn; ich wusste "nur", dass ich mehr über  Yoga erfahren will und machte diese Ausbildung vorerst für meine eigene Weiterentwicklung, Selbsterfahrung.

Recht schnell entpuppte sich dieser Gedanke als überaus gewinnbringend für meinen weiteren Werdegang sowohl als Yogaübende, als auch als Menschin.

 

Ich machte vorher schon regelmäßig Yoga, betrieb dies aber eher als Hobby und Ergänzung neben dem Sport - ich stellte fest, dass sich der Trainingseffekt mit diesem Plus steigerte, mein allgemeines Wohlbefinden deutlich zunahm und ich, als impulsive Person, ruhiger und stabiler wurde.

 

Jedenfalls war die Zeit gekommen, dass sich mein Denken, meine Einstellung zu Yoga drastisch änderte - die Sessions und die ganze Thematik bekamen für mich einen gänzlich neuen Gesichtspunkt: ich begriff, dass ich ab nun ein Werkzeug in die Hände gereicht bekomme, mit dem ich mich heilen, verändern und auf jeder Ebene - immer ein Stückchen mehr - verstehen kann. Dies stellte für mich einen enormen Reiz dar, da ich es liebe meine Verantwortung über alles, was mich betrifft, zu übernehmen, mich kennenzulernen, so wie ICH wirklich bin (nicht, wozu mich das Leben gemacht hat) und diese Erkenntnisse für meine weiteren Schritte zu nutzen. Das individuelle Selbst nennen wir im Yoga "Jivatman" = im Körper wohnendes inneres Selbst, die an den Kreislauf der Wiedergeburt gebundene Individualseele.

 

Doch was bedeutet Eigenverantwortlichkeit für mich?

Konkret geht es hier darum zu erkennen, wer ich jetzt bin, wie ich denke, was ich fühle, wie ich (re)agiere, wie ich auf Einflüsse von Außen handle, denke, fühle, was meine damit verbundenen Glaubenssätze und Muster sind. Dies geschieht - ganz simpel - durch den bewussten Umgang mit dem Atem, denn dieser ist das Tor vom handelnden zum erkennenden Geist. Und wenn eine tiefe Form des Verständnisses da ist, kann auch eine ebenso tiefe Form der Heilung, der Veränderung und Transformation durch unsere fünf Koshas (Schichten) stattfinden. Diese ermöglicht es uns aus lang verjährten Mustern auszubrechen, abzulegen, was nicht mehr passt und zu adaptieren, was notwendig ist, um unsere Puzzleteile zusammenzusammeln und dieses zu einem gesunden, stabilen und ausgeglichenen, selbst-bewussten DaSein zu bauen - ein nicht beschreibbares Gefühl von Individualität, Verwurzelung und gleichzeitiger Freiheit im Denken und Handeln stellt sich ein. Das Endprodukt dessen nennt sich Authentizität.

 

In diesem Schritt erkannte ich den persönlichen Wert des Yoga für mich genauer, baute diesen stärker in meinen Alltag ein und im Laufe dieser Zeit wurde es ein fixer Bestandteil meines Lebens, was es bis heute ist.

Seitdem beginne ich (fast) jeden Tag mit einer Yogasession, ein paar Übungen oder zumindest einem Mantra, das mich den Tag in einer vollkommen anderen Energie starten lässt, welche sich tagsüber hält und die Qualität dessen um einiges hebt.

 

Der Side-Effect der Ausbildung war, dass sich durch wachsende Bewusstheit mein Leben umkrämpelte - ich begann Dinge anders zu sehen, anders zu handeln, mich anders zu verhalten und erkannte immer mehr, was zu mir gehört und was ich mir nur im Laufe meiner Erfahrungen eingebildet, aufgehalst oder aufgedrängt habe - das Selbstbild wurde definiert und verstärkt, Grenzen gezogen, JA gesagt zu Guttuendem und NEIN zu Schädigendem, Werte wurden angepasst, Gewohnheiten verstärkt oder aufgegeben, Ziele konstruktiver und fokussierter erkannt und umgesetzt - Tendenz steigend. Und seitdem geht es so weiter... the journey continues. :) Alles in Allem - mein ganzes Leben, mein Weltbild, meine so fix geglaubten Prinzipien... alles passé. Warum? Weil es das nicht war. Ich glaubte es nur. Mein Geist glaubte so vieles zu brauchen, dem nicht so war. Und tut er sicher noch immer oft. ;)

 

Nach einem Totalumschwung und Vertiefung meiner Yogapraxis, gelegentlichen Vertretungen in Fitnessstudios und einigen Selbstversuchen mit eigenen Yogagruppen startete ich meine zweite Ausbildung zur dipl. Dharma-Yogalehrerin.

Dharma kann man mit Sitte, Gesetz, Ordnung, Aufgabe, Bestimmung, Berufung übersetzen. Sie beschreibt die Ethik, nach der sich die Menschen im alten Indien verhalten sollten sowie die Tugendhaftigkeit, dem eigenen Gewissen und Vorstellungen zu folgen.

 

Mit diesem Kerngedanken kreierte die überaus erfahrene psychologische Beraterin, Yogalehrerin und Kinesiologin IsaBella Ambika Waller eine Ausbildung, welcher keine Andere gleicht, ebenso wenig auf dem Markt zu finden ist und mit Sicherheit eine Rarität in Qualität und Professionalität darstellt. (man muss gute Leute einfach bewerben können, dürfen, sollen! wenn ich schon dabei bin - siehe "network" ;))

 

 

"Was ist mein Dharma?" war meine Hauptfrage im Zuge dieser Ausbildung. In der Hoffnung darauf mehr Antworten zu erfahren, erspüren, wahrzunehmen habe ich mich auf diesen Pfad begeben. Und alles war ganz anders, als ich dachte - natürlich ;)

 

Vieles so sicher und wahr-gedachte, jahrelange Werte und Einstellungen, von denen ich dachte, dass sie mich als Mensch ausmachen, wurden hinterfragt. Ziemlich schnell wurde mir klar, dass es so Etwas wie eine Konstante nicht gibt - alles befindet sich stetig im Wandel! Und hört nie auf. Was mich an die liegende Acht, den Zen-Kreis, die Spirale und sonstige Lebenssymbole erinnert, die genau das aussagen. Vieles weiß man, oder glaubt es zu wissen, aber die Erfahrung dessen, öffnet ganz neue Dimensionen.

So vieles, das ich schon in mir spürte, intuitiv wusste, hat sich bestätigt, was nur das Gefühl in mir unterstrichen hat, dass ich auf mich selbst hören sollte, da nur ich selbst im Herzen wirklich weiß, was, wer ich bin, wo ich hingehöre - meine innere Führerin ist die einzige Führerin. Im Außen finden sich so viele Größen, Talente, Lehrer, Mentoren, von denen man Beachtliches lernen, mitnehmen, vertiefen kann, jedoch stellen diese für mich Wegweiser dar, die einen daran erinnern, wer man ist und was evtl. zu Einem gehören könnte, welchen Teil man vielleicht verloren hat und gerade im Begriff ist ihn wiederzufinden (sonst würde man ihn nicht erkennen ;)) oder etwas in einem wachruft, was noch nicht geklärt ist, nochmal überdacht, verändert oder verfeinert werden muss, darf, soll, kann...

 

Darüber hinaus erfuhr ich die Tiefe der Verantwortung des Mensch-Seins aus einer ganz neuen Perspektive - nicht nur, aber vor allem, als Teil so einer Boom-artigen "Yoga-Bewusstseins-Energie-Wellness-Gesundheits-DingsBums-wasauchimmer"-Bewegung bekommt das eigene Bewusstsein und der Umgang damit einen ganz neuen Stellenwert - absolut JEDE Aktion - egal ob Tun, Nicht-Handeln, Sprechen, Schweigen, Zuschauen oder nicht - alles hat eine Konsequenz (Karma!). Ein Wort, ist nicht "nur" ein Wort, eine Handlung ist nicht "nur" ebendiese, usw. - alles schwingt und wirkt nach; und das auf einer so subtilen, nicht mit dem freien Auge erfassbaren Ebene. Das Gespür für solch feinen Energien kann einerseits ganz schön einschüchtern, andererseits bringt es einen enormen Ansporn mit sich, nicht nur "bewusst" (ich mag das Wort nicht, weil es schon auf so viele Weisen interpretiert wird und richtig abgedroschen ist - aber es passt nunmal), sondern auch auf die möglichste achtsame Art mit sich und seiner Umwelt, seinem Umfeld und allen Lebewesen umzugehen, wie es nur möglich ist; Jede/r ist Teil von diesem Feld und wird dadurch beeinflusst. Somit - get ya ass off!!! Es ist keine Zeit mehr zu warten, dass sich hoffentlich irgendwann Mal von selbst was verändert - nur DU selbst kannst es! Und das egal was einem im Leben wiederfahren ist, wie Hässlich vieles war oder auch nicht und wie viele Wunden da sind.

So viel zu Dharma.

 

 

Eine herausragende Erfahrung, die ich erwähnen will, ist die Übertragung eines spirituellen Namens - wobei ich bemerken muss, dass wir es bestimmt zum Großteil unserer Lehrerin IsaBella zu verdanken haben, dass dieses Ritual so intensiv und passend war, da diese sich da so gewissenhaft hineingekniet und diese Aufgabe mit höchst-möglichem Verantwortungsbewusstsein übernommen hat.

 

Alles in Allem - ich bin dankbar für jede einzelne Sekunde, die ich auf diesem Weg verbingen durfte und weiterhin werde. Diese für mich bedeutenden und einzigartigen Erlebnisse zu schildern rufen in mir nicht nur Tonnen an positiven Emotionen hoch, sondern auch die Wichtigkeit, die damit verbunden sind, Teil dieses Planeten zu sein (die einzelnen Tropfen ergeben doch den Ozean!) und zu sagen: JA! ES MACHT EINEN UNTERSCHIED: Einen Unterschied zu handeln, reden, zeigen, tun - aber auch zu wissen, wann es Zeit ist zu schweigen, abzuwarten, sich zurückzulehnen und die Dinge fließen zu lassen. Da fällt mir eines meiner Lieblingszitate ein, welches mich schon viele Jahre begleitet:

 

"Don't push the River - it flows by itself."

Fritz Perls

 

 

 

 

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